Ökologische Finanzreform

Mit einer Ökologischen Finanzreform nutzen wir die Steuer- und Abgabenpolitik zum Umsteuern auf eine zukunftsfähige und gerechte Wirtschaft und Gesellschaft — indem wir Subventionen abbauen, die Umwelt und Gesellschaft Schaden zufügen, indem wir unser Steuersystem auf eine breitere Basis stellen sowie Ressourcenverbrauch und Klimabelastung teurer werden lassen. Das zusätzliche Aufkommen sollte nachhaltig für Zukunftsinvestitionen und soziale Gerechtigkeit verwendet werden.


ANSPRECHPARTNERIN
Swantje Fiedler

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Titel

Zukunftsfähiges Bayern: Wie Bayern Vorreiter für einen ökologisch-sozialen Strukturwandel werden kann

Publikationsart Studie
Abstract

Die 2020er Jahre werden das entscheidende Jahrzehnt mit Blick auf die Dekarbonisierung der Wirtschaft und die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Eine zentrale Frage dabei ist, wie dieser Wandel beschleunigt werden kann. Wichtige Bestandteile dafür sind gezielte Investitionen, die mehrere Politikziele adressieren und Synergien zwischen transformativen Entwicklungen schaffen. Der Freistaat Bayern ist in prädestinierter Lage, um ein Vorreiter für diese Transformation zur Nachhaltigkeit zu werden – mit großen wirtschaftlichen und technologischen Kapazitäten und einer breiten gesellschaftlichen Wertschätzung für regionales Wirtschaften und die Naturräume Bayerns. Der wirtschaftliche Strukturwandel und ein Übergang zur nachhaltigen Nutzung von Land, Wäldern und Naturräumen bieten große Potenziale für die langfristige Sicherung von Wohlstand und Beschäftigung. Bisher sind die politischen Rahmenbedingungen, Strategien und Maßnahmenpakete der bayerischen Landesregierung nicht so gestaltet, dass diese Transformation gelingen kann. In ausgewählten Sektoren – Energie, Mobilität, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz – zeigt diese Studie eine Auswahl von Maßnahmen, wie der Wandel durch transformative Politik beschleunigt werden kann. Diese Maßnahmen zeigen, wie gezielt Synergien zwischen verschiedenen Entwicklungen gestärkt werden können. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie die unterschiedlichen Maßnahmen gleichermaßen zu Klima- und Naturschutz sowie dem Strukturwandel und zukunftsfähiger Beschäftigung in Bayern beitragen. Sie illustrieren, dass durch Investitionen in die wirtschaftlichen und natürlichen Kapazitäten des Landes in Zukunft nicht nur Klima- und Umweltschäden reduziert werden können. Das gesamte Maßnahmenpaket mobilisiert über den Zeitraum von zehn Jahren öffentliche und private Investitionen sowie privaten Konsum in Höhe von insgesamt rund 88 Milliarden Euro, leistet einen Beitrag von über 103 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt in Bayern und schafft zusätzlich über 340.000 Beschäftigungsverhältnisse. Durch die Maßnahmen könnten im Jahr 2030 bis zu 35 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Ergebnisse zeigen, dass mit den Investitionen und dem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit enorme Chancen für Beschäftigung und nachhaltigen Wohlstand verbunden sind. Um diese Chancen nutzen zu können, müssen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen verändert und Investitionen mit flankierenden Instrumenten begleitet werden.

Autor*innen
Auftraggeber*innen Greenpeace e.V. & BUND Naturschutz in Bayern e.V.
Themen
Publikationsdatum 2022
Datei 2022-05_Studie_Zukunftsfaehiges_Bayern.pdf

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