Adaptation Estimates: Schäden durch Extremereignisse und Finanzierung von Klimaanpassung durch den Bund
Projekt in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA)
Hintergrund
Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürren und Hochwasser verursachen bereits heute erhebliche Schäden in Deutschland. Bislang werden die direkten und indirekten Schäden durch den Klimawandel allerdings weder vollständig noch einheitlich erfasst. Auch zur Prävention in Form der Klimaanpassung fehlen zahlreiche Daten: Die Schätzungen zu Finanzierungsbedarfen für Klimaanpassung variieren, die Zuständigkeit ist rechtlich nicht abschließend geklärt.
Ziel
Das Projekt entwickelt die Methoden zur Erfassung und Schätzung klimawandelbedingter Schäden weiter und verbessert die Datengrundlage für ein nationales Schadensmonitoring. Gleichzeitig sollen wissenschaftliche Grundlagen für eine bedarfsgerechte und langfristig tragfähige Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen geschaffen werden.
Inhalte und Maßnahmen
Das Projekt umfasst drei fachliche Arbeitsschwerpunkte:
Weiterentwicklung der nationalen Schadensschätzung: Die GWS aktualisiert bestehende Ansätze zur Schätzung der Schäden durch vergangene Extremwetterereignisse und ergänzt sie um zusätzliche indirekte und direkte Schadensarten ergänzt. Die Ergebnisse werden in ein stetig aktualisierbares nationales Schadenskataster überführt.
Systematisierung der kommunalen Schadenserfassung: Viele Kommunen und regionale Akteur:innen erfassen bereits Schäden, die durch Extremwetterereignisse vor Ort entstehen. Daher wird unter Leitung des FÖS bestehende Ansätze recherchiert und bewertet. Zusammen mit Erfahrungen und Systemen aus anderen Ländern sowie Erkenntnissen aus Expert:innenbefragungen wird ein Erhebungsansatz für die kommunale Ebene entwickelt.
Politikberatung zur Finanzierung von Klimaanpassung: Bislang ungeklärte Fragen zur Finanzierung von Klimaanpassung werden in drei wissenschaftlich fundierten Politikpapieren behandelt. Diese dienen dazu, eine belastbare Grundlage für den politischen Diskurs zu zukünftigen Bedarfen für Klimaanpassung, sowie zu Zuständigkeiten der Finanzierung zu schaffen.

