Adam-Smith-Price

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft verleiht bereits seit 2004 den Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik an herausragende Persönlichkeiten, die sich wissenschaftlich, politisch oder publizistisch für die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und für die Stärkung des Verursacherprinzips eingesetzt haben. Ganz nach dem Motto: Für Geld tun die Leute alles, auch das Gute.

Niemand hat so früh und so klar wie der schottische Ökonom und Moralphilosoph Adam Smith erkannt, dass Eigennutz und Gemeinwohl sich keineswegs ausschließen müssen und sich zukünftig nicht ausschließen dürfen. Für Geld tun die Leute alles, auch das Gute - der Ausspruch stammt zwar nicht von Adam Smith, der Originalgedanke geht jedoch unverkennbar auf ihn zurück. Ausführlicher müsste das Motto des Preises lauten: Den Eigennutz in den Dienst des Gemeinwohls stellen, insbesondere dadurch, dass Preise die ökonomische, ökologische und soziale Wahrheit sagen müssen. Mit Adam Smith für marktwirtschaftliche Umweltpolitik.

Als Vordenker für anständige Marktwirtschaft und gebändigten Eigennutz ist Adam Smith aktueller denn je. Wofür steht Adam Smith? 225 Jahre nach dem Tod des schottischen Vordenkers stellte der WDR diese Frage. FÖS-Ehrenvorsitzender Dr. Anselm Görres meint: Adam Smith war ein humaner Philosoph des aufgeklärten Eigennutzes und kein Prophet des Brutal-Egoismus. Ein Manuskript ist online verfügbar.

 

Warum Adam Smith?

Wofür steht Adam Smith? Er hat niemals den Eindruck entstehen lassen, er halte denjenigen für den größten Förderer des Gemeinwohls, der am rücksichtslosesten sein Eigeninteresse verfolge. Er zeigte vor allem, dass Eigennutz und Gemeinwohl sich keineswegs ausschließen müssen.

„Zwar gab es zu Zeiten von Adam Smith noch keine Umweltschutzvorschriften, aber wir dürfen annehmen, dass Adam Smith auch Einschränkungen der markwirtschaftlichen Freiheit als notwendig angesehen und verteidigt hätte, wenn es darum geht, drohende Umweltschäden zu vermeiden. Umso mehr dürfen wir davon ausgehen, dass er marktwirtschaftliche Instrumente des Umweltschutzes wie die ökologische Steuerreform befürwortet hätte.“
(Prof. Dr. Hans C. Binswanger, erster Preisträger)

„Ich freue mich über den Adam-Smith-Preis ganz besonders deshalb, weil er eine Idee würdigt, die, wie ich glaube, die Antwort auf einige der wichtigsten Fragen unserer Zeit geben kann. Die Idee ist das Prinzip der Kostenwahrheit: Dass sich also die tatsächlichen, also auch sozialen und ökologischen Kosten der Produktion und des Konsums von Gütern in deren Preisen widerspiegeln“
(Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a. D. in seiner Preisrede zum Adam-Smith-Preis 2014)

Die Preisträger*innen im Überblick

Der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik 2019 geht in diesem Jahr an die Generalsekretärin des WBGU, Prof. Dr. Maja Göpel. Das FÖS zeichnet damit sowohl ihr langjähriges persönliches Engagement für den ökologisch-sozialen Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft und ihre wissenschaftlichen Beiträge zur gesellschaftlichen Transformation zur Nachhaltigkeit und zur Frage, wie eine Ökonomie für das 21. Jahrhundert aussehen könne.

Die Pressemitteilung des FÖS und die Laudatio von FÖS-Beirätin Prof. Dr. Angelika Zahrnt können sie hier abrufen.

Wir freuen uns, den Adam-Smith-Preis  für marktwirtschaftliche Umweltpolitik in diesem Jahr im Rahmen der Fachkonferenz „Im Dialog: Klimaschutz und Marktwirtschaft" an Achim Steiner, dem Leiter des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, zu verleihen. Das FÖS honoriert damit sein außerordentliches Engagement für den globalen Umweltschutz.
Mehr Informationen finden Sie hier. Die Laudatio von Prof. Dr. Klaus Töpfer ist hier online verfügbar.

V. l. n. r.: Kai Schlegelmilch (Vorsitzender des FÖS), Prof. Dr. Claudia Kemfert (Preisträgerin 2016) und Achim Steiner (Preisträger 2018).

Das FÖS hat den diesjährigen Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik an die Energieökonomin Prof. Dr. Claudia Kemfert verliehen. Die Leiterin der Abteilung "Energie, Verkehr, Umwelt" am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit wurde als eine der prominentesten und präsentesten Verfechter_innen einer Ökologischen Steuerreform, des Verursacherprinzips sowie einer nachhaltigen Energiewirtschaft ausgezeichnet. Die offizielle Preisverleihung fand am 20. Oktober 2016 in Berlin statt - weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.

V. l. n. r.: Dr. Anselm Görres (Ehrenvorsitzender des FÖS), Prof. Dr. Claudia Kemfert (Preisträgerin) und Kai Schlegelmilch (Vorsitzender des FÖS). Foto: FÖS / O. Brzoska

Das FÖS hat den Adam-Smith-Preis 2015 an den ehemaligen EU-Umweltkommissar und Leiters des „UNEP International Resource Panels“ Dr. Janez Potočnik verliehen. Im Vorfeld der Weltklimakonferenz COP21 in Paris wurde bei der dieser Preisverleihung über Wege zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise gesprochen – genauer gesagt, darüber wie wir es schaffen, den Eigennutz in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Die Preisverleihung hat am Mittwoch, 25. November 2015, in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattgefunden. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind online verfügbar.

V. l. n. r.: Dr. Anselm Görres (Vorsitzender des FÖS), Dr. Janez Potočnik (Preisträger 2015) und Hans Eichel (Jury-Mitglied und Bundesminister a. D.)

Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Horst Köhler wurde am 17. Oktober 2014 mit dem Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik ausgezeichnet. Damit würdigte das FÖS das Engagement von Horst Köhler für einen ökologisch-sozialen Wandel von Gesellschaft und Wirtschaft. Als Bundespräsident hat sich Horst Köhler dafür eingesetzt, Umweltkosten stärker in die Marktpreise zu integrieren, und damit den Weg geebnet für eine Weiterentwicklung der Ökologischen Finanzreform durch die schwarz-gelbe Bundesregierung. Die Laudationes wurden von Vorjahrespreisträger Hans Eichel (Bundesminister a. D.) sowie Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung) gehalten. Die öffentliche Preisverleihung fand im Rahmen der Jahres- und Jubiläumstagung "20 Jahre für eine nachhaltige Zukunft" statt.

V. l. n. r.: Anselm Görres (Ehrenvorsitzender), Ralf Fücks, Eva Luise Köhler, Prof. Dr. Horst Köhler (Preisträger 2014), Hans Eichel (Preisträger 2013).

Der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik 2013 wurde am 15. März 2013 dem ehemaligen Bundesfinanzminister Hans Eichel verliehen. Die öffentliche Verleihung des Adam-Smith-Preises mit Reden von Hans Eichel, Rüdiger Kruse, MdB (CDU) und Kai Schlegelmilch (Vorsitzender des FÖS) findet im Rahmen der FÖS-Jahreskonferenz "Postwachstumsgesellschaft konkret" statt.

Der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik 2012 wurde an EU-Steuer-Kommissar Algirdas Šemeta verliehen. Vor seiner Preisrede kamen mit Günter Verheugen, dem ehemaligen Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, UNEP International Resource Panel, zwei Laudatoren zu Wort. Die Preisverleihung fand am Ende der Konferenz "Ressourceneffizienz durch ökonomische Instrumente. Welchen Rahmen braucht die Green Economy?" statt.

Der Adam-Smith-Preis 2011 wurde an Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker vergeben. Mit Prof. von Weizsäcker ehrte das FÖS einen der profiliertesten Vordenker für ressourceneffizienteres Wirtschaften. Schon früh stellte er die Bedeutung ökonomischer Instrumente wie Umweltsteuern für den Erfolg einer nachhaltigen Wirtschaftsweise heraus. Von 1998 bis 2005 war Prof. von Weizsäcker zudem als Bundestagsabgeordneter maßgeblich an der Einführung der Ökologischen Steuerreform beteiligt. Die Verleihung fand am Freitag, den 06.05.2011 ab 18:00 im Rahmen eines Empfanges im Anschluss an die Fachtagung "Ressourcensteuerkonzepte auf dem Prüfstand" in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin statt.

Der Adam-Smith-Preis 2010 wurde am Freitag, den 23.04.2010 im Zuge der Konferenz "Ein grüneres und gerechteres Steuersystem gegen Klimaprobleme und Staatsverschuldung" im Roten Rathaus in Berlin verliehen. Der Preis ging an das grüne Gewissen der CSU, Josef Göppel. Damit würdigte das FÖS die herausragenden umweltpolitischen Leistungen von Josef Göppel in den fast 40 Jahren seiner politischen Arbeit in der Bundesrepublik.

Der Adam-Smith-Preis 2009 wurde am Freitag, den 29.05.2009 im Zuge der Konferenz "Die Krise mit Staatsausgaben lösen - Der Beitrag marktwirtschaftlicher Umweltpolitik" im Roten Rathaus in Berlin verliehen. Die Laudatoren waren Dr. Reinhard Loske (Umweltsenator Bremen und Preisträger 2008) und Dr. Anselm Görres (Vorsitzender FÖS). Preisträger ist dieses Jahr der stellvertretende Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Union Herr Jos Delbeke. Er gilt als der "Vater" des europäischen Emissionshandels und wird für seine Verdienste um die Einrichtung dessen geehrt.

Bereits zum fünften Mal wurde der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik vom FÖS verliehen. Preisträgerin und Preisträger 2008 sind Dr. Barbara Hendricks (SPD) und Dr. Reinhard Loske (Bündnis 90/ Die Grünen). Die öffentliche Verleihung des Adam-Smith-Preises fand am 31. Mai 2008 im Rahmen der Konferenz „Der Markt im Klimaschutz" in Hofgeismar statt.

Der zum vierten Mal verliehene Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik ging im Rahmen der 8. Weltumweltsteuerkonferenz am 18. Oktober in München an Prof. Dr. Klaus Töpfer.

Zum dritten Mal wurde der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik verliehen - im Rahmen der FÖS Tagung "Öko- statt Merkelsteuer" in Berlin im April 2006 an Jürgen Trittin MdB.

Zum zweiten Mal wurde der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik im Rahmen der FÖS Tagung "Ökosteuer wohin?" in Tutzing im April 2005, diesmal an Dr. Dieter Ewringmann, verliehen.

Zum ersten Mal wurde der Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik im Rahmen der Mitgliederversammlung 2004 an Prof. Dr. Hans-Christoph Binswanger verliehen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wir freuten uns über Zuspendungen von Unterstützern.