Ökologische Finanzreform

Mit einer Ökologischen Finanzreform nutzen wir die Steuer- und Abgabenpolitik zum Umsteuern auf eine zukunftsfähige und gerechte Wirtschaft und Gesellschaft — indem wir Subventionen abbauen, die Umwelt und Gesellschaft Schaden zufügen, indem wir unser Steuersystem auf eine breitere Basis stellen sowie Ressourcenverbrauch und Klimabelastung teurer werden lassen. Das zusätzliche Aufkommen sollte nachhaltig für Zukunftsinvestitionen und soziale Gerechtigkeit verwendet werden.


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Holger Bär

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Titel

Klimabilanz neuer Gaskraftwerke: Treibhausgasemissionen und versteckte Kosten bis 2045

Publikationsart Studie
Abstract

Das geplante Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz ermöglicht in den ersten Ausschreibungsrunden den Bau von bis zu 9 GW neuer Gaskraftwerkskapazitäten. Die Kurzstudie untersucht die damit verbundenen Treibhausgasemissionen und Klimafolgekosten bis 2045 und berücksichtigt dabei neben den direkten CO₂-Emissionen auch Methanemissionen entlang der Erdgas-Lieferketten. Im Zielszenario entstehen bis 2045 bis zu 66 Mio. Tonnen CO₂. Einschließlich der Methanemissionen ergeben sich insgesamt 68 bis 99 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente. Die nicht-internalisierten Klimafolgekosten belaufen sich auf 18 bis 102 Mrd. Euro. Im Szenario einer verzögerten Energiewende können die Emissionen auf bis zu 125 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalente und die Klimafolgekosten auf bis zu 127 Mrd. Euro steigen. Die Studie zeigt, dass die geplante Förderung neuer fossiler Gaskraftwerke erhebliche klimapolitische und finanzielle Risiken birgt. Empfohlen werden technologieoffene Ausschreibungen, verbindliche und frühzeitige Vorgaben für die Umstellung auf grünen Wasserstoff sowie eine konsequente Regulierung der Methanemissionen entlang der Erdgas-Lieferketten.

Autor*innen
Auftraggeber*innen Deutsche Umwelthilfe
Tags Klimafolgekosten, Energiewende, Klimaschutz, Gaskraftwerke
Themen
Publikationsdatum 2026
Datei 2026-09-03_FOES_DUH_Klimakosten_Gaskraftwerke.pdf

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