Titel

Ausgestaltung einer Klimaprämie in Deutschland – Möglichkeiten und Wirkungen einer Staffelung nach Einkommen oder Regionen

Publikationsart Studie
Abstract

Die vorliegende Studie entwickelt konkrete Ausgestaltungsoptionen für eine sozial und regional gestaffelte Klimaprämie in Deutschland. Ziel der Klimaprämie ist es, die Belastung aufgrund steigender CO₂-Preise abzufedern und vor allem einkommensschwache Haushalte zu entlasten, die im Durchschnitt einen größeren Anteil ihres Einkommens für Energie aufwenden müssen. Entsprechend wirkt die CO2-Bepreisung im Gebäude- und Verkehrsbereich regressiv. Die Studie untersucht die Umsetzbarkeit, den administrativen Aufwand sowie die Verteilungseffekte ver schiedener Modelle. Simulationen der Verteilungseffekte zeigen, dass eine Rückverteilung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung regressive Verteilungswirkungen und soziale Härten aufgrund steigender CO₂ Preise deutlich mindert. Durch eine nachträgliche Besteuerung mit einer spezifischen Tariffunk tion kann die Entlastung gezielt auf die unteren und mittleren Einkommensgruppen kon zentriert werden. Eine regional gestaffelte Klimaprämie verringert die regionalen Belastungsun terschiede, da ländliche Räume deutlich stärker belastet werden als städtische. Regressive Ver teilungswirkungen und soziale Härten verringern sich dadurch aber nicht – sie verlagern sich vom Land in die Städte. Die durch eine Abschmelzung der Klimaprämie bei Haushalten mit höheren Einkommen frei gesetzten Mittel könnten für zusätzliche Förderprogramme zur Dekarbonisierung vulnerabler Haushalte eingesetzt werden. Für eine hohe Sichtbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz wird empfohlen, die Klimaprämie direkt und eigenständig auszuzahlen.

Autor*innen
Auftraggeber*innen Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Institution Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung
Tags Klimaprämie, Verteilungswirkung, Politikberatung
Themen
Publikationsdatum 2026
Externe Datei Externe Publikation

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